Startseite

Forum

Gästebuch

Kontakt

Impressum

rafting
canyoningpaintball
klettern
paragleiten
fallschirmspringen
tauchen
bungee jumping



Beim Bungee-Springen steht nicht so besonders der sportliche Aspekt, sondern das Erleben einer Extremsituation und die damit verbundene emotionale "Aufladung" im Vordergrund. Dabei ist sowohl die Frage nach den Motiven, die in diesem Zusammenhang eine Rolle spielen, als auch nach den Risiken von wissenschaftlichem Interesse (8). Die Überwachung der technischen Sicherheit obliegt in der Bundesrepublik Deutschland dem TÜV Bayern. Aus medizinischer Sicht steht die Frage nach den Belastungen und Risiken für den Organismus im Vordergrund. Dabei sind sowohl die Stress-Situation als auch die beim Sprung auftretenden Beschleunigungen zu berücksichtigen.


Die Ursprünge des Bungee-Springens liegen weit zurück. Im südpazifischen und südamerikanischen Raum galt es als rituelle Mutprobe, sich an Lianen von Bäumen herabzuschwingen. 1955 konnten zum ersten Mal Filmaufnahmen durch amerikanische Forscher auf den Pentecost-Inseln gemacht werden. 1979 erfolgte die Ersteinführung als "Sport" in Form von Sprüngen von der Clifton Bridge in Bristol, England (16). Seitdem hat das Bungee-Springen vor allem in den USA, aber auch in Deutschland einen rasanten Aufschwung erlebt.

Auf der Sprungplattform wirkt auf den Bungee-Springer die Erdbeschleunigung von 1g, entsprechend 9,81m/s². Verlässt der Proband beim Sprung die Plattform, befindet er sich zunächst im freien Fall, die dabei erreichte Geschwindigkeit ist u.a. von der Sprunghöhe und der Länge des Seils abhängig. Der Fall wird durch das Anspannen des Seiles gebremst, die Beschleunigung negativ. Die Beschleunigungswerte erreichen im unteren Umkehrpunkt ihr negatives Maximum. Danach wird der Körper wieder nach oben beschleunigt, er bewegt sich physikalisch gesehen in Form einer gedämpften harmonischen Oszillation, bis sich nach ca. 6-7 Schwingungen und einer Zeit von 50-60 Sekunden die Ruhelage einstellt. Zusätzlich zu der vertikalen Komponente kommt es während des Sprunges zu Auslenkungen und damit verbundenen Beschleunigungen in der Horizontalebene.