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Unter Klettern versteht man heutzutage das Durchklettern einer vorgebenden Strecke, der so genannten Route. Der Kletterer wird dabei üblicherweise von einem Partner mit einem Seil gegen Absturz gesichert. Der Vergleich von Kletterschwierigkeiten wird über die Bewertungsskalen ermöglicht. Der Erstbegeher einer Route bewertet Ihre subjektive Schwierigkeit nach einer der regional gebräuchlichen Bewertungsskalen. In Deutschland ist zur Einteilung die UIAA-Skala üblich, die im Augenblick von 1 (extrem leicht) bis 11 (extrem schwer) reicht. Die einzelnen Grade werden noch mit Minus (leichter) und plus (schwerer) unterteilt. Im Osten Deutschlands, vor allem in der Sächsischen Schweiz ist die Sächsische Skala üblich, die bis zum 12. Grad reicht, hierbei wird ab dem 7. Grad in a, b, c unterschieden. In anderen Ländern sind oft andere Schwierigkeitseinteilung üblich.

Klettern gilt oft als eine besonders gefährliche Beschäftigung, insbesondere da es dabei immer wieder zu tödlichen Unfällen kommt. Auch die Darstellung besonders spektakulärer und daher risikoreicher Kletteraktionen in den Medien könnte zu dieser Einschätzung beigetragen haben.

Kletterer vertreten dagegen die Auffassung, dass ihre Sportart durch die korrekte Anwendung und Verbesserung der Sicherungstechnik sehr sicher ausgeübt werden kann. Die meisten Kletterer seien sehr verantwortungsbewusst und suchten beim Klettern nicht das Risiko, sondern sportliche Herausforderungen.

Tatsächlich ist die Rate der schweren Unfälle im Vergleich zur Anzahl der Kletterer gering. Dies gilt insbesondere für das Sportklettern, das meist an gut abgesicherten Routen betrieben wird. Um das Risiko zu minimieren, wird dazu geraten, die Sicherheitstechnik sorgfältig zu erlernen und die anerkannten Sicherheitsregeln zu beachten. Informationen hierzu erhält man bei den Sektionen der verschiedenen Alpenvereine.

Als "Extreme" angesehene Varianten des Kletterns:

Alpines Klettern
Das alpine Klettern ist ein Teil des Bergsteigens. Ziel ist hier meist das Erreichen des Gipfels. Bei Bergtouren ist das
Klettern nur ein Teilaspekt, genau so wichtig sind Routenplanung, Ausrüstung, Beobachtung des Wetters und ähnliches. Alpine Routen können je nach Können und Geschmack frei oder technisch geklettert werden.

Buildering Klettern
Das Gebäudeklettern (engl. buildering) findet - nicht selten illegal - an Fassaden und architektonischen Monumenten statt. Diese Variante, die mehr Anhänger hat als man allgemein denkt, geht nahtlos in die Amateurartistik über.

Eisklettern
Eisklettern ist das Klettern an Eisformationen wie z.B. gefrorenen Wasserfällen. Die Kletterer verwenden Steigeisen und Eispickel um sich im Eis festzuhalten.

Bigwall-Klettern
Das Bigwall-Klettern ist das Beklettern sehr hoher Felswände wie z. B. denen im Yosemite Valley in den USA. Da ein durchschnittlicher Kletterer für die Besteigung einer Big Wall meist mehrere Tage benötigt, sind Mitnahme von Vorräten und das Übernachten in der Wand notwendig.

Höhlenklettern
Beim Höhlenklettern findet ein Klettern oder Abseilen häufig in beengten Situationen statt. Beim Abseilen in einer freien großen Halle in einer Höhle muss anschließend gegebenenfalls direkt am Seil ohne Wandkontakt - etwa mittels spezieller Knotentechniken und Steigklemmen - aufgestiegen werden. Das Spektrum der Gefahren ändert sich beim Höhlenklettern verglichen zu anderen Kletterarten.

Diese Tatsache bringt es mit sich, dass die Geräte, Techniken, Fertigkeiten und Kenntnisse, die man zum normalen Klettern benötigt, sich im Vergleich zum Höhlenklettern unterscheiden können oder zumindest anderen Stellenwert erhalten. So sollte grundsätzlich Helm mit Lampe benutzt werden und im vollen Gegensatz zu anderen Klettervarianten ein statisches Seil nahezu ohne Dehnung, anstatt dem sonst üblichen und sonst vernünftigeren dynamischen Seil, das Sturzenergie durch Dehnung absorbiert, bevorzugt werden. Die Benutzung von Rettungstechniken - etwa Flaschenzüge und Prusik - beim normalen Klettern kann beim Höhlenklettern den Stellenwert der normalen Art der Fortbewegung bekommen, also nicht zwingend nur in Rettungssituationen Verwendung finden. Diese sind meist an statischen Seilen - fast ohne Dehnung - leichter durchzuführen.

Klettersteig Klettern
Klettersteige sind mit fest angebrachten Sicherungsmitteln wie Leitern und Stahlseilen gesicherte Kletter- oder Wanderwege. Der Kletterer ist durch eine Sicherheitsvorrichtung - dem Klettersteigset - mit dem Stahlseil oder der Leiter verbunden.